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Ich bin dann mal Küchenchef

Hi,

ich bin Marvin und stehe normalerweise als Koch-Azubi hinter dem Herd. Nicht jedoch heute. Heute bin ich der Küchenchef und bei der Veranstaltung „Azubis bewirten ihre Eltern“ verantwortlich für eine 20-köpfige Koch-Azubi-Mannschaft.
6 Gänge. 70 Personen.
Unsere Gäste? Unsere Eltern, Ausbilder und Frau Käfer – gaaaar kein Druck also 😉

Wir Jungs aus der Küche sehen uns ja gerne als die harten Rockstars der Gastro. Aber ganz ehrlich, gerade habe ich ordentlich Puls. Während ich nochmal tief durchatme kommen meine Kumpels und Azubi-Kollegen Lukas und Lucas um’s Eck, werfen mir meine Kochjacke zu und meinen grinsend: „Showtime! Hau’n wir sie vom Hocker!“ Also rein in die Kochjacke, meine persönliche Rüstung und auf in die Küchenschlacht.

Los geht’s

Als ich in der Küche der Käfer-Schänke eintreffe, stehen meine Azubi-Kollegen aus dem ersten Lehrjahr bereits in den Startlöchern und warten auf meine Anweisungen. Denn wir haben einiges vor heute. Unser Menü ist das Ergebnis aus sechs Monaten experimentieren und tüfteln und eine echte Herzensangelegenheit. Ganz bescheiden würde ich mal sagen, dass es sich echt sehen lassen kann;)

Anfangs fühle ich mich noch ein bisschen komisch dabei den anderen Azubis Aufgaben zuzuteilen. Aber wir sind eine super Mannschaft, sodass sich alle sofort motiviert und voller Konzentration ans Schnippeln, Rühren und Braten machen.

Die Gäste sind da

Wir sind total im Flow und gerade als ich den Grill anfeuere informiert uns Ludwig, Azubi zum Veranstaltungskaufmann und Projektleiter an diesem Tag, dass die ersten Gäste da sind. Also ran an die Teller und ersten Gang anrichten. Dank spitzen Teamwork geht alles auf die Minute über den Pass. Da muss ein High-Five mit meiner Crew schon mal sein  🙂

Jetzt muss es nur noch schmecken. Dank der offenen Küche kann ich alles sozusagen direkt aus der Front Row beobachten. Wie beim Fußball den Lauf aufs Tor, verfolge ich gespannt, wie die ersten Bisse zum Mund geführt werden. Erste Feststellung: Niemand hat etwas ausgespuckt. Zweite: Zufriedene Genießerblicke in den Gesichtern der Gäste. Volltreffer, würde ich sagen 😉

Läuft bei uns

 

Auch bei den anderen Gängen geben wir Vollgas und können sie perfekt im Zeitplan schicken – die präzise Vorbereitung und das mehrfache Probekochen haben sich gelohnt.
Und unser Ansatz, „einfache“ Produkte raffiniert und lecker zuzubereiten, scheint super bei den Gästen anzukommen.

 

Dann ist auch schon das Dessert dran. Eine Kreation unserer Konditoren-Azubis. Während ich der weißen Schoko-Mousse Mandelkrokant als Begleiter mit auf den Weg gebe, fällt mir auf, dass ich damit gerade den letzten Teller des Tages fertig angerichtet habe.

 

6 Gänge, 70 Gäste, 180 Puls und 0 größere Pannen – eigentlich eine ganz coole Bilanz als Küchenchef. Als unser Ausbilder Julian mir stolz auf die Schulter klopft und anerkennend meint: „Das war ganz, ganz großes Kino“, hab ich dann auch so ein kleines bisschen Gänsehaut.
Vielen Dank an meine super Sous Chefs Lukas und Lucas – die spitzen Zusammenarbeit war absolut #meinkäfermoment 🙂

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